Phuc Le
 - 4. Juni 2019

Etikettendruck mit unterschiedlichen Ausgaben

Ein Bestandteil der Arbeit als Formularberater ist der Etikettendruck. Bei Etiketten ist es durchaus wichtig, dass das Output Management exakt eingestellt ist, damit die Etiketten die gewünschte Form und Größe haben. Durch eine heterogene Landschaft mit einer Vielzahl von Druckern, Dokumenten, Druckvorlagen und Einzugsschächten ist es meist gar nicht so einfach, ein einheitliches Druckbild zu erhalten. In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen von meiner Erfahrung als Formularberater im Bereich Etikettendruck berichten. 

Etikettendruck am Bürodrucker

Bei einem Kunden hatte ich vor geraumer Zeit die Anforderung, die bisherige Etikettenlandschaft von SAPscript auf Adobe Forms umzustellen. Für eine Umstellung von SAPscript auf Adobe gibt es generell (auch außerhalb des Etikettendrucks) viele gute Gründe, die meine Kollegen bereits an anderer Stelle erläutert haben.

Zur Ausgabe der Etiketten habe ich hier einen gewöhnlichen Drucker verwendet, der in den meisten Büros steht. In diesem Fall drucke ich die Etiketten auf einem DIN-A4-Bogen, der schon vorgestanzt ist. In diesem Fall habe ich die Avery Zweckform 3657 verwendet – ein Layout, das 40 Etiketten auf einem DIN-A4-Bogen abbildet. Der Bogen ist symmetrisch, d. h. es ist egal, von welcher Kante ich diesen Bogen in den Drucker lege. Ich muss nur darauf achten, dass der Drucker die richtige Seite des Bogens bedruckt. Die Rückseite lässt sich nämlich nicht als Etikett verwenden.

E-Book: Die besten Blogartikel zum Thema Outputmanagement

In diesem E-Book finden Sie die besten Blogbeiträge zum Thema Outputmanagement von 2018.

Ausgabe des Etiketts

Nachdem ich das neue Etikett anhand der SAPscript-Etiketten in Adobe erstellt hatte, wollte ich mir das Ergebnis zunächst als PDF anschauen. Hierbei empfehle ich, auf die Maßangaben im Adobe LiveCycle Designer zu achten. Diese sind ein guter Indikator, was an welcher Stelle auf dem Formular bedruckt wird.

Als ich mit dem PDF zufrieden war, habe ich den Etikettendruck auf der Zweckform gestartet. Leider musste ich dabei feststellen, dass ich die Zweckform nicht vollständig getroffen hatte, sodass der Druck auf den einzelnen Etiketten verschoben war. Anschließend habe ich das Layout so lange nachjustiert, bis es auf dem Bürodrucker gut aussah.

Zum Testen sollte das Etikett auf einem anderen Drucker ausgegeben werden, doch da war das Etikett auf einmal deutlich verschoben. Der gleiche Drucker hat das Etikett jedoch korrekt ausgedruckt, als der Bogen aus einem anderen Einzugsschacht desselben Druckers eingezogen wurde.

Fehlerhaftes Druckbild und Problemanalyse

Auf den ersten Blick konnte ich mir das Phänomen noch nicht erklären. Ein Vergleichsdruck mit anderen PDF-Dokumenten (auch außerhalb von SAP) zeigte, dass diese entweder genau gleich oder nur mit minimalen Unterschieden gedruckt wurden. Bei den Etiketten waren das jedoch so große Unterschiede (ca. 1 cm), dass die Etiketten total unbrauchbar waren. Dadurch wurde der Text teilweise abgeschnitten und das einzelne Etikett war unlesbar. Zudem wurden teilweise auch noch Barcodes abgeschnitten, die sich ursprünglich am Rand des Etiketts befinden sollten.

Im Anschluss habe ich die Druckereinstellungen geprüft – nach längerer Analyse zeigte sich, dass zum einen das Formular falsch eingestellt wurde. Es war versehentlich aufs Letter-Format eingestellt, obwohl die Bögen im DIN-A4-Format vorlagen. Zum anderen haben die Einzugsschächte unterschiedlich auf die falsche Einstellung reagiert: So hat der eine Einzugsschacht auf DIN A4 reagiert, was eine Verzerrung der Ausgabe (bei der Fehleinstellung Letter-Format) führte. Der andere Einzugsschaft war auf Letter eingestellt, was quasi den Fehler des Formulars mehr oder weniger ausgleichte.

E-Book: SAP Druckprogramme

In diesem E-Book erhalten Sie einen leicht verständlichen Einstieg in die Architektur, Funktionen und Wartbarkeit.

Die Folge der Analyse war, dass das Format des Formulars nochmal neu eingestellt werden musste. Zudem habe ich die Druckerschächte nochmal komplett überprüft. Anschließend habe ich so lange Testdrucke ausgeführt, bis das Druckbild passte und die Etiketten innerhalb des Zweckformats ausgegeben wurden. Um zu prüfen, ob die Anpassung auch so funktionierte wie gewünscht, mussten mehrere Drucker (gleicher Bauart) die Etiketten drucken und aus unterschiedlichen Schächten ziehen. Nun passte der Ausdruck der Etiketten.

Fazit

Meine Erfahrung hieraus ist, dass es viele Parameter gibt, die den Druck von Dokumenten, wie z. B. Etiketten in diesem Fall, beeinflussen können. Bei der Vielzahl an Parametern kann es immer wieder passieren, dass eine Einstellung übersehen wird und es daher zu fehlerhaften Druckbildern kommt. Welche Erfahrungen haben Sie schon mit unterschiedlichen Druckbildern gemacht? Ich bin auf Ihre Erfahrungen gespannt. Teilen Sie mir die gerne per E-Mail oder als Kommentar mit.

Phuc Le

Mein Name ist Phuc Le und ich bin begeisterter IT Consultant bei mindsquare. Mein Schwerpunkt im SAP-Umfeld liegt in den Formulartechnologien SAPscript, Smartforms und Adobe Forms. Weiterhin bin ich auch als Salesforce Consultant tätig.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



Das könnte Sie auch interessieren


Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.





Angebot anfordern
Preisliste herunterladen
Expert Session
Support