Wachsende Datenmengen können SAP-Systeme belasten und Kosten erhöhen. SAP Data Volume Management (DVM) unterstützt dabei, Datenbestände zu analysieren und Reduktionspotenziale zu erkennen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Funktionen DVM bietet und was das Ende der Mainstream Maintenance des SAP Solution Managers für bestehende Nutzer bedeutet.
Das Wichtigste im Überblick
- SAP Data Volume Management unterstützt bei der Analyse großer Datenbestände und hilft dabei, Potenziale für Archivierung, Löschung oder Komprimierung zu identifizieren.
- DVM ist Bestandteil des SAP Solution Managers 7.2 und stellt verschiedene Analyse-, Forecasting- und Optimierungsfunktionen bereit.
- Die Mainstream Maintenance des SAP Solution Managers 7.2 endet am 31. Dezember 2027. Die separate DVM App in SAP for Me wurde bereits Ende 2025 eingestellt.
- Inhalte von DVM sollen schrittweise in eine neue Cloud-basierte Infrastruktur überführt werden.
Was ist SAP Data Volume Management?
SAP Data Volume Management, kurz DVM, ist Bestandteil des SAP Solution Managers 7.2. Die Anwendung unterstützt Unternehmen bei der Analyse und Steuerung ihrer wachsenden Datenmengen in SAP-Systemen.
Die Werkzeuge des DVM machen sichtbar, welche Daten besonders viel Speicher beanspruchen, wie sich das Datenvolumen entwickelt und wo tatsächlich Optimierungspotenzial besteht.
Mögliche Optimierungsmaßnahmen:
- Daten archivieren
- nicht mehr benötigte Daten löschen
- Datenbanktabellen reorganisieren
- Daten komprimieren
- zukünftiges Datenwachstum begrenzen
DSGVO-konform und S/4HANA-ready: Mit durchdachter Archivierung sparen Sie Kosten, ohne die Systemnutzung einzuschränken.
Warum ist Data Volume Management wichtig?
In SAP-Systemen entstehen kontinuierlich neue Daten, etwa durch Bestellungen, Rechnungen, Buchungen, Stammdaten oder technische Prozesse. Werden ältere oder nicht mehr benötigte Daten dauerhaft im Produktivsystem gehalten, wächst die Datenbank kontinuierlich.
Das kann zu längeren Laufzeiten einzelner Prozesse, mehr Aufwand für Backups und Systemkopien sowie steigenden Infrastruktur- und Betriebskosten führen.
Welche Funktionen bietet SAP DVM?
SAP DVM betrachtet nicht nur die Gesamtgröße einer Datenbank. Anwender können einzelne Datenobjekte untersuchen, Bestandsentwicklungen prognostizieren und Optimierungsoptionen vergleichen.
Große Datenobjekte identifizieren
Welche Tabellen und Objekte benötigen besonders viel Speicherplatz? Mit DVM lassen sich datenintensive Objekte identifizieren. Dadurch können Bereiche mit hohem Optimierungspotenzial priorisiert untersucht werden.
Archivierung und Löschung analysieren
DVM stellt Informationen zu durchgeführten Archivierungs- und Löschaktivitäten bereit. Dadurch lässt sich nachvollziehen, welche Maßnahmen bereits eingesetzt werden und welchen Einfluss sie auf das Datenvolumen hatten.
Datenwachstum prognostizieren
Mit den Forecasting-Funktionen von DVM kann die zukünftige Entwicklung des Datenvolumens betrachtet werden. Dadurch lässt sich abschätzen, wie sich geplante Reduktionsmaßnahmen auf Systemgröße und Speicherbedarf auswirken könnten. Dies vereinfacht die längerfristige Kapazitätsplanung.
Reorganisation und Komprimierung bewerten
Speicherplatz lässt sich nicht nur durch Archivierung oder Löschung reduzieren. Auch Reorganisation und Komprimierung sind Optionen. DVM unterstützt entsprechende Analysen von Tabellen und Indizes und kann auch bei HANA-bezogenen Sizing-Fragen eingesetzt werden.
Ungenutzte Daten erkennen
Mit DVM lassen sich Daten identifizieren, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt oder verändert wurden. Solche Informationen können ein Ausgangspunkt für eine genauere Prüfung sein und dabei helfen, Kandidaten für eine eventuelle Löschung zu identifizieren.


Was bedeutet das Ende des SAP Solution Managers für DVM?
SAP Data Volume Management ist Bestandteil des SAP Solution Managers 7.2. Dessen Mainstream Maintenance endet am 31. Dezember 2027. Für ausgewählte Funktionen des Solution Managers bietet SAP eine optionale Extended Maintenance bis Ende 2030 an, das Data Volume Management ist jedoch keine von ihnen.
Unternehmen, die DVM heute einsetzen, sollten deshalb frühzeitig prüfen:
- Welche DVM-Funktionen werden aktuell genutzt?
- Welche Analysen werden auch zukünftig benötigt?
- Welche Prozesse für Archivierung und Datenreduzierung hängen von DVM ab?
- Wie sollen diese Anforderungen künftig abgebildet werden?
Was kommt nach SAP Data Volume Management?
Einen direkten Nachfolger für alle Funktionen von SAP Data Volume Management gibt es nicht. SAP verteilt die bisherigen Aufgaben zunehmend auf verschiedene Lösungen.
Ausgewählte Funktionen des Data Volume Managements werden in eine neue Cloud-Architektur überführt. Ein zentraler Baustein ist das RISE with SAP Methodology Dashboard in SAP Cloud ALM. Dort unterstützt unter anderem das Data Volume Efficiency Dashboard Unternehmen dabei, Datenbankwachstum, Speicherverbrauch und Optimierungspotenziale in SAP-S/4HANA-Systemen zu analysieren.
Für die eigentliche Datenarchivierung und regelbasierte Löschung bleiben die Archivierungsfunktionen der SAP-Anwendungssysteme sowie SAP Information Lifecycle Management (ILM) relevant.
Unternehmen sollten daher prüfen, welche DVM-Funktionen sie heute tatsächlich nutzen und welche Kombination aus Analyse-, Archivierungs- und Lifecycle-Management-Funktionen diese künftig abdecken kann.
Was sollten Unternehmen jetzt prüfen?
Unternehmen, die SAP DVM heute nutzen, sollten die aktuelle Nutzung und die zukünftigen Anforderungen frühzeitig bewerten, um geeignete Nachfolgelösungen zu ermitteln.
Besonders relevant sind dabei fünf Punkte:
- Aktuelle Nutzung: Welche DVM-Funktionen werden tatsächlich benötigt?
- Datenwachstum: Welche Tabellen und Geschäftsobjekte verursachen den größten Speicherbedarf?
- Archivierung: Welche Daten können archiviert oder gelöscht werden?
- S/4HANA-Transformation: Welche Daten müssen in die zukünftige Systemlandschaft übernommen werden?
- Zukünftige Strategie: Wie sollen die Anforderungen nach dem Ende der Mainstream Maintenance des Solution Managers abgebildet werden?
Technische Analysen sollten dabei immer mit fachlichen und rechtlichen Anforderungen verbunden werden. Ein großes oder selten genutztes Datenobjekt ist nicht automatisch unnötig.


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Fazit
SAP Data Volume Management schafft Transparenz über Datenmengen und Datenentwicklungen und unterstützt Maßnahmen, um die Datenhaltung zu optimieren. Mit dem Ende der Mainstream Maintenance des SAP Solution Managers müssen Unternehmen sich nach neuen Wegen umsehen, um ihr Datenvolumen im Blick zu behalten.
Da es nicht die eine Nachfolgelösung gibt, ist es umso wichtiger, die eigenen Anforderungen zu klären und die Neuorganisation frühzeitig anzugehen. Wenn Sie sich dabei Unterstützung wünschen, sprechen Sie uns gerne an.
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FAQ
Was ist SAP Data Volume Management?
SAP Data Volume Management (DVM) hilft Unternehmen, große Datenbestände in SAP-Systemen zu analysieren und Maßnahmen wie Archivierung, Löschung oder Komprimierung zu identifizieren.
Ist SAP DVM Bestandteil des SAP Solution Managers?
Ja. DVM ist eine Funktion des SAP Solution Managers 7.2. Dessen Mainstream Maintenance endet am 31. Dezember 2027.
Wird SAP DVM eingestellt?
Ja, DVM ist Bestandteil des SAP Solution Managers. Dessen Mainstream Support läuft Ende 2027 aus.
Ist SAP Cloud ALM der Nachfolger von SAP DVM?
Nicht vollständig. SAP Cloud ALM ist die strategische ALM-Plattform von SAP, bildet aber nicht alle bisherigen DVM-Funktionen eins zu eins ab.
Warum ist DVM vor einer S/4HANA-Transformation relevant?
DVM hilft dabei zu prüfen, welche Daten weiterhin benötigt werden und welche Bestände vor einer Datenmigration archiviert oder bereinigt werden können.
Wer kann mir beim Thema SAP Data Volume Management (DVM) helfen?
Wenn Sie Unterstützung zum Thema SAP Data Volume Management (DVM) benötigen, stehen Ihnen die Experten von Mindforms, dem auf dieses Thema spezialisierten Team der mindsquare AG, zur Verfügung. Unsere Berater helfen Ihnen, Ihre Fragen zu beantworten, das passende Tool für Ihr Unternehmen zu finden und es optimal einzusetzen. Vereinbaren Sie gern ein unverbindliches Beratungsgespräch, um Ihre spezifischen Anforderungen zu besprechen.
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Julia Bücker
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