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Tom Heyer
Tom Heyer
 - 5. Juli 2018

Blogreihe PDF – 1: Die Geschichte des PDF

PDF-Versionen, PDF-Standards wie PDF/A, PDF/H, PDF/E, PDF/UA, PDF/X.. was gibt es denn alles rund um dieses Dateiformat? Und wofür stehen die ganzen Abkürzungen? Wie ist die Geschichte des PDFs?  Um einmal etwas Licht hinter das Thema „PDF“ zu bringen, möchte ich euch die verschiedenen Themen rund um dieses Dateiformat in meiner Blogreihe vorstellen. In diesem Beitrag dieser Reihe geht es um die Geschichte des Dateiformates PDF.

Geschichte des PDFs

Der Name „PDF“ ist wohl jedem bekannt – doch wofür stehen diese 3 Buchstaben, welche so häufig den Weg in den Allgemeinen Sprachgebrauch finden? „Portable Document Format“ ist die Antwort hierauf. Hinter dem PDF steht von Beginn an das Unternehmen „Adobe Systems Inc.“.

Der Start: PDF 1.0

Die erste Version – PDF 1.0 – wurde im Juni 1993 veröffentlicht, nachdem es Ende 1992 angekündigt wurde. Ziel war es, ein Dateiformat für elektronische Schriftstücke bereitzustellen, welches diese unabhängig von der Anwendung oder dem Betriebssystem originalgetreu wiedergeben kann.

Schon in dieser Version gab es interne Links, Lesezeichen und eingebettete Schriftarten. Jedoch wurden nur das RGB-Farbspektrum unterstützt. Um PDFs zu erzeugen und anzuzeigen, wurde auch die Software „Acrobat“ veröffentlicht – die erste Idee für den Namen dieser Software war übrigens „Camelot“.

Außerdem wurde die Software zu Beginn mit hohen Preisen verkauft: 695$ für die Einzellizenzen, 2495$ für die Volumenlizenz. Dazu kam dann auch noch der Acrobat Reader für weitere 50$. Diese Kosten führten nicht dazu, dass PDF über Nacht zum Erfolg führte – Adobe senkte später den Preis und stellte den Acrobat Reader kostenlos zur Verfügung.

PDF 1.1

Etwas über ein Jahr später kam mit Acrobat 2.0 die PDF-Version 1.1 in den Umlauf. Bei dieser kamen ein paar Features hinzu, wie beispielsweise Sicherheitsfeatures, Artikelthreads, externe Links, geräteunabhängige Farbe und Kommentare. Acrobat selber erhielt auch einige Zusatzfunktionen wie eine neue Architektur, die Plug-Ins unterstützt, und auch die Möglichkeit, nach PDF-Dateien zu suchen. Mit Acrobat 2.1 kam noch die Unterstützung für Multimedia hinzu – Audio- und Video-Daten können somit eingebettet werden.

PDF 1.2

Auch wieder ein Jahr später erschien die mit Acrobat 3.0 – mit dem Code Namen „Amber“ bei Adobe – Version 1.2 des PDFs. Dies war die erste PDF-Version, welche in Druckvorstufen verwendet werden konnte, denn diese unterstützt nun auch das CMYK Farbmodell.

Weiterhin wurde das PDF auch im Internet immer populärer – durch die Plug-Ins konnten PDFs im Browser gelesen oder in HTML-Websites verklinkt werden konnten.

Um Probleme mit der Zuverlässigkeit des Dateiformats zu lösen, schlossen sich 1998 Unternehmen zusammen und entwickelten den auf PDF 1.2 basierenden Standard PDF/X-1. Dieser erste Standard beschreibt, wie eine PDF-Datei aufgebaut sein sollte, um problemfrei Druckvorlagen zu übermitteln. Hier steckt auch der ISO-Standard 15390 dahinter. Doch zu den Standards und Normen hinter PDF möchte ich in meinem nächsten Beitrag dieser Blogreihe eingehen.

PDF 1.3

Im April 1999 wurde mit Acrobat 4 PDF 1.3 veröffentlicht. Diese Version unterstützt nun auch asiatische Schriftarten, eine 40-Bit-Verschlüsselung und digitale Signaturen, sowie JavaScript-Elemente.

PDF 1.4

Mit der Version 1.4 folgte die Unterstützung von MSAA (Microsoft Active Availability), die RC4-Verschlüsselung und auch die Beschreibung des logischen Dokumentaufbaus mit Hilfe von Tags im Jahre 2001. Acrobat war nun auch in der Version 5.

PDF 1.5

Und weiter gehts: 2 Jahre später folgte dann auch die Version 1.5 mit Acrobat 6. Features sind hier nun die Einbettung weiterer Multimedia-Dateien: JPEG, MPEG und MP3 sind unterstützt. Weiterhin ist die Public-Key Verschlüsslung PKCS#7 unterstützt – DOS-basierte Versionen von Windows sind hingegen nicht mehr unterstützt. Zudem trägt das Leseprogramm nun den Namen „Adobe Reader“.

PDF 1.6

2004 folgt der Reihe getreu die Version 1.6 und Adobe Reader 7. Unterstützung für das Universal-3D-Dateiformat, OpenType-Fonts, XFA 2.2 Rich-Text-Elemente sind nur einige Errungenschaften bei dieser Version. Im Hinblick auf die Verschlüsselung ist PKSC#7 mit SHA256 möglich, DSA bis 4096 Bit. Weiterhin können nun Formularfelder vorgelesen werden und der PDF-Creator hat einen Ausgabe-Assistenten erhalten.

PDF 1.7

Mit dieser Version wurden über die Jahre verschiedene Versionen des Adobe Readers eingeführt: 8, 9, X und anschließend XI im Jahr 2012. Auch hier wurden stärkere Verschlüsselungsalgorithmen eingeführt und die 3D-Darstellungsoptionen verbessert.

Fun-Fact: Die Größe einer PDF-Dokumentenseite im Adobe Reader hat ab dieser Version auch ein Umfang von bis zu 15.000.000 Zoll x 15.000.000 Zoll – also ca. 381 km x 381 km.

PDF 2.0

Nun sind wir bei dem aktuellen PDF-Dateiformat angekommen: 2.0 – mit dem Adobe Reader in der Version DC. Auch hier sind Verbesserungen in den Sicherheitsfunktionen zu verzeichnen, 3D-Messwerkzeuge und die Unterstützung des PRC-Dateiformates.

Ich hoffe, das hat euch einen kleinen Überblick in die Geschichte der PDF-Versionen gegeben. Habt ihr noch Fragen zu diesen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

In dem nächsten Beitrag dieser Blogreihe werde ich auf die Normen und Standards eingehen, welche sich über die Jahre im Bezug auf PDF entwickelt haben.

Tom Heyer

Tom Heyer

Mein Name ist Tom Heyer und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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