Das Customizing von Arbeitspapieren
SAP bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Formulare an die eigenen Bedürfnisse und Abläufe anzupassen – eine der wichtigsten Stellen ist die Nachrichtensteuerung. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen die Möglichkeiten zum Customizing von Arbeitspapieren und speziell von Instandhaltungs- und QM-Formularen zeigen.
Das Wichtigste im Überblick
- SAP bietet über die Nachrichtensteuerung umfangreiche Möglichkeiten, Instandhaltungs- und QM-Formulare passgenau an Prozesse anzupassen.
- Arbeitspapiere werden zentral über die Transaktion OID1 (bzw. SPRO) definiert und können je Anwendungskreis – etwa IH-Aufträge – gepflegt oder neu angelegt werden.
- Die Zuordnung der Arbeitspapiere zu Objekten wie Auftragsarten erfolgt über OID2 und kann flexibel auch mithilfe der *-Notation gestaltet werden.
- Ergänzende Einstellungen zur Druckersteuerung (OID3–OID5) ermöglichen benutzer-, regel- oder feldabhängige Druckumleitungen.
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Customizing von Arbeitspapieren
Das Customizing von Arbeitspapieren finden Sie in der Transaktion OID1. Alternativ ist natürlich auch der Wert über die SPRO möglich. Dazu wird der im Bild dargestellte Pfad zum Eintrag „Arbeitspapiere, Formulare und Ausgabeprogramme festlegen“ und in der anschließenden Aufforderung der Unterpunkt „Arbeitspapiere definieren“ ausgewählt.
Hier angekommen werden Sie zuerst aufgefordert, einen Anwendungskreis anzugeben. Dabei gibt es folgende Auswahl:
- H – Personalwesen
- P – Wartungspläne / Arbeitspläne
- N – Meldungen (IH/QM/Service)
- O – Aufträge (IH/Service)
- L – Listbearbeitung
Im Folgenden wird es um den Anwendungskreis O, IH-Aufträge gehen. Die Anpassungen sind aber für die anderen Anwendungskreise identisch.

Es folgt eine Übersicht über alle Arbeitspapiere zum ausgewählten Anwendungskreis. Das beinhaltet unter anderem den Namen des Arbeitspapiers, die Bezeichnung, Druckprogramm, Formularnamen und weitere Einstellungen. Hier haben Sie jetzt die Möglichkeit, neue Arbeitspapiere anzulegen, oder auch vorhandene zu bearbeiten. Mit Doppelklick auf eine Zeile werden noch ein paar weitere Einstellungsmöglichkeiten zum Arbeitspapier dargestellt.
Zuordnung der Arbeitspapiere
Nachdem Sie das Arbeitspapier eingestellt haben, müssen Sie dieses noch den Objekten zuordnen. Sie können beispielsweise die Arbeitspapiere für IH-Aufträge den einzelnen Auftragsarten zuweisen.
Dazu gehen Sie in die Transaktion OID2 – oder nehmen alternativ den gleichen Pfad in der SPRO wie oben – und wählen diesmal in der Aufforderung den Unterpunkt „Zulässige Arbeitspapiere zuordnen“ aus. Nachdem Sie wieder einen Anwendungskreis angegeben haben (in diesem Fall O), kann die Zuordnung erfolgen. In der anschließenden Übersicht können Sie den verschiedenen Auftragsarten die verschiedenen Auftragspapiere zuordnen.
Es ist hier auch die *-Notation möglich, sowohl für Auftragsart als auch für die Arbeitspapiere.
Mit dieser Einstellung ist es möglich, dass in allen Auftragsarten mit Z alle Auftragspapiere mit Z gedruckt werden können. Anschließend stehen die Arbeitspapiere zum Druck bereit.
Weitere Einstellungen
Neben diesem grundlegenden Customizing gibt es noch weitere Anpassungen, die vorgenommen werden können. Diese betreffen vor allem die Druckersteuerung. Zu finden sind diese in der SPRO unter obigem Pfad, aber diesmal den Punkt „Drucker auswählen“ nehmen.
Folgende Möglichkeiten stehen dann bereit:
Benutzerspezifische Druckvorgaben einstellen
Die direkte Transaktion für diesen Unterpunkt ist OID3. Unter diesem Punkt ist es möglich, für bestimmte Nutzer und Arbeitspapiere die Druckereinstellungen anzupassen, zum Beispiel einen anderen Drucker.
Druckumleitung definieren
Die direkte Transaktion für diesen Unterpunkt ist OID4.
Druckumleitung nach Feldinhalten
Die direkte Transaktion für diesen Unterpunkt ist OID5. Die Funktion ist der benutzerspezifischen Drucksteuerung ähnlich. Anstelle von bestimmten Benutzern ist es hier möglich, den Druck umzuleiten, wenn bestimmte Wertvorgaben für die Felder des Auftrags erfüllt sind. Ein möglicher Fall wäre, dass bestimmte Kostenstellen auf einen anderen Drucker umgeleitet werden sollen.
Fazit
Das Customizing von Arbeitspapieren und Formularen bietet in SAP einen wirkungsvollen Hebel, um Instandhaltungs- und QM-Prozesse effizienter, einheitlicher und praxisnäher zu gestalten. Durch die klare Trennung von Definition, Zuordnung und Drucksteuerung lassen sich Formulare exakt an organisatorische Anforderungen anpassen. Besonders die flexiblen Möglichkeiten der Druckumleitung erhöhen die Automatisierung und reduzieren manuelle Eingriffe. Wer diese Einstellungen sauber nutzt, schafft die Grundlage für stabile, transparente und gut skalierbare Prozesse im täglichen Betrieb.
Websession: Customizing von Arbeitspapieren

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Dieser Artikel erschien bereits im Mai 2018. Der Artikel wurde am 06.01.2026 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.
FAQ
Welche Transaktion ist zentral für das Customizing von Arbeitspapieren?
Das grundlegende Customizing von Arbeitspapieren erfolgt über die Transaktion OID1 oder alternativ über den entsprechenden SPRO-Pfad.
Für welche Bereiche können Arbeitspapiere angepasst werden?
Arbeitspapiere lassen sich für verschiedene Anwendungskreise anpassen, unter anderem für Meldungen, Wartungspläne sowie Aufträge in Instandhaltung und Service.
Wie werden Arbeitspapiere den Auftragsarten zugeordnet?
Die Zuordnung erfolgt über die Transaktion OID2, in der Arbeitspapiere einzelnen Auftragsarten zugewiesen werden können – bei Bedarf auch mithilfe der *-Notation.
Welche Möglichkeiten gibt es zur Steuerung des Drucks?
SAP bietet benutzerspezifische Druckvorgaben (OID3), feste Druckumleitungen (OID4) sowie feldabhängige Drucksteuerungen, etwa nach Kostenstellen oder anderen Auftragsmerkmalen (OID5).











