SAP R/3

SAP R/3 ist das umfassende Set integrierter GeschĂ€ftsanwendungen von SAP, dem deutschen Unternehmen, das sich als Markt- und TechnologiefĂŒhrer fĂŒr betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware bezeichnet.

R/3 hat das frĂŒhere R/2 System ersetzt, welches jedoch immer noch im Einsatz ist. R/3 verwendet das Client/Server-Modell und bietet die Möglichkeit, Unternehmensdaten fĂŒr die Finanzanalyse, den Produktionsbetrieb, die Personalverwaltung und die meisten anderen GeschĂ€ftsprozesse zu speichern, abzurufen, zu analysieren und auf vielfĂ€ltige Weise zu verarbeiten.

Was ist SAP R/3?

SAP R/3 ist eines der Hauptprodukte von SAP, wobei R fĂŒr RealTime steht und die Zahl 3 fĂŒr eine dreistufige Anwendungsarchitektur (Datenbank, Anwendungsserver und Client) steht.
Der grĂ¶ĂŸte Teil des GeschĂ€fts in der heutigen Welt lĂ€uft auf dem SAP R/3-System. 80% der Unternehmen setzen diese Software ein.

Die SAP R/3-Software wurde mit ABAP/4 als Programmiersprache entwickelt und ist das ERP-System (Enterprise Resource Planning), das darauf abzielt, alle verschiedenen Module (SD, MM, CO, HR usw.) im Unternehmen zu integrieren, was zu einer Konsistenz der Daten im gesamten System und im Unternehmen fĂŒhrt.

SAP R/2

SAP R/2 ist eine Mainframe-basierte Business Application Software Suite, die in den 1980er und frĂŒhen 1990er Jahren sehr erfolgreich war. Es war besonders beliebt bei großen multinationalen europĂ€ischen Unternehmen, die Soft-Echtzeit-GeschĂ€ftsanwendungen mit integrierter MehrwĂ€hrungs- und Mehrsprachigkeit benötigten.

SAP R/3 Architektur

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Ein unvergleichbares Personalwirtschaftssystem benötigt eine gute Kenntnis der Software, das erreichen Sie aber nur mit einem Knowhow, was Sie genau hier finden.

Aus funktionaler Sicht und in seiner technischen Architektur kann SAP R/3 als offenes und vernetztes Informationssystem auf Basis von Client-/Server-Technologie definiert werden, das auf die InformationsbedĂŒrfnisse jedes Unternehmens zugeschnitten ist.

Offenes System

Die Architektur des R / 3 Systems erfĂŒllt unter anderem alle Spezifikationen des POXIS – Portable Operating System Interface for UNIX – Standards fĂŒr die Definition offener Systeme.
Aus diesem Grund garantiert SAP die Öffnung von R / 3 durch die Einbeziehung international anerkannter Standards fĂŒr Schnittstellen, Dienste und Datenformate, die eine Interaktion und PortabilitĂ€t zwischen Anwendungen, Daten und BenutzeroberflĂ€chen ermöglichen.

SAP R/3 PortabilitÀt

Die R / 3-Architektur ist fĂŒr eine nahezu unbegrenzte PortabilitĂ€t ausgelegt. Die PortabilitĂ€t ermöglicht die Verwendung verschiedener Datenbanken wie Informix, Oracle, Software AG, SQL Server, DB2, etc. Auch die grafische BenutzeroberflĂ€che ermöglicht die Darstellung der GeschĂ€ftsfunktionen unter verschiedenen Kundenumgebungen wie Windows, OSF / Motiv, OS / 2 PM und Macintosh.

Zentrale Datenbank mit verteilten Anwendungen

SAP R/3 verfĂŒgt ĂŒber eine zentrale Datenbank zur Sicherstellung der Integration und Konsistenz von Daten und verteilten Anwendungen, die die Skalierbarkeit des Systems ermöglicht. Dadurch wird auch die PortabilitĂ€t verschiedener Umgebungen gewĂ€hrleistet.

R/3

SAP R/3 Module

SAP R/3 besteht aus folgenden 11 Modulen:

Finanzbuchhaltung (FI Module)

Dieses Modul registriert und verwaltet die fĂŒr die nationale und internationale Rechnungslegung erforderlichen Buchhaltungsdaten ihrer Gesellschaft, begrĂŒndet die Dokumentation aller VorgĂ€nge und erleichtert die aktuellen Informationen fĂŒr die Aufgaben der Finanzkontrolle und Planung der gesamten Gesellschaft. Es verfĂŒgt ĂŒber die folgenden Submodule:

  • Allgemeine Buchhaltung
  • Debitorenbuchhaltung
  • Rechnungen zu bezahlen
  • Rechtliche Konsolidierung
  • Finanzkontrolle
  • Kontrolle der Mittel
  • Buchhaltung des Anlagevermögens
  • Kontrolle der Investitionen
  • Technisches Asset Management

Kostenrechnung (CO-Modul)

Integriertes System von Planungs-, Überwachungs- und ErgĂ€nzungsprozessen, die fĂŒr die finanzielle Kontrolle des gesamten Unternehmens erforderlich sind, ausgestattet mit einer einheitlichen Infrastruktur fĂŒr die Informationskommunikation und der Koordination der Prozesse zwischen Unternehmen. Sie beinhaltet auch die folgenden Teilkomponenten:

Allgemeine Kostenrechnung auf Kostenstellen: Definition der Struktur des CeC

  • Unterstellungen
  • RĂŒckstellungen
  • Kostenbeteiligung
  • Verrechnung von Plankosten
  • Vergleiche zwischen Plan- und Istwert
  • Budgetierung und Budgetverfolgung
  • Produktkostenrechnung
  • Vergleiche zwischen Plan- und Ist-Produkt
  • Ergebnisse nach Produkt und Fabrik
  • Analytische und buchhalterische Ergebnisrechnung
  • Leistungszentren
  • Kosten auf Basis von AktivitĂ€ten (ABC)

Treasury (TR-Modul)

Die Komplettlösung fĂŒr ein effizientes Finanzmanagement. Sie kontrolliert und garantiert die LiquiditĂ€t des Unternehmens, verwaltet profitable Finanzanlagen und reduziert gleichzeitig das Risiko. Diese folgende FunktionalitĂ€t umfasst das TR-Modul:

  • Treasury-Prognose
  • Bankposition
  • Prognose der LiquiditĂ€t
  • Treasury-Budget

Verkaufsmanagement und Vertrieb (SD-Modul)

Aktive UnterstĂŒtzung der VertriebsaktivitĂ€ten mit integrierten Funktionen fĂŒr Preisgestaltung, schnelle Auftragsabwicklung und termingerechte Lieferung. DarĂŒber hinaus enthalten die Anwendungen eine interaktive und mehrstufige Konfiguration von Varianten und integrieren den Vertrieb mit der Ergebnisrechnung und der Fertigung.

  • Unternehmensstrukturen im Vertriebs- und Datenbereich Kunden- und Produktstamm
  • Zuordnungen von Produkten zu Typ, Familie, Kunden, etc
  • Verkaufsprozess
  • Angebote
  • Befehle
  • Expeditionen
  • Transport
  • Routenmanagement
  • Buchhaltung
  • Bestandsfortschreibung
  • Erstellung der Dokumentation
  • Rechnungsstellung
  • Verkaufsanalyse
  • Sehr komplettes und fortschrittliches INFO-System

Materialwirtschaft, Einkauf, Lieferanten und Lager (Modul MM)

Es optimiert alle Einkaufsprozesse, ermöglicht die automatische Bewertung von Lieferanten, nutzt eine prĂ€zise Bestands- und Lagerverwaltung, um die Kosten fĂŒr Lieferung und Lagerung zu senken und ist gleichzeitig in die RechnungsprĂŒfung integriert.
Es bietet, kurz gesagt, folgendes:

  • Unternehmensstrukturen in Einkauf und Produktstammdaten
  • Einkaufsmanagement
  • Lieferantenmanagement
  • RechnungsprĂŒfung
  • Kontrolle von BestĂ€nden und Lagern
  • Materialbewegungen
  • Standorte
  • Transfers
  • EmpfĂ€nge
  • ABC-Analyse Chargenverwaltung

Produktionsplanung (PP-Modul)

Die integrierten Prozesse dienen als UnterstĂŒtzung fĂŒr alle bekannten Fertigungsprozesse, einschließlich:

  • Kontinuierliche Fertigung
  • Serienfertigung
  • Herstellung auf Anfrage
  • Herstellung von konfigurierbaren Produkten
  • Prozessgestaltung
Strategieworkshop_Formulare

SAP R/3

Die alten Formulartechnologien SAPscript und Smart Forms wurden bereits mehrfach seitens der SAP abgekĂŒndigt und dann doch weiter unterstĂŒtzt. Was definitiv feststeht: SAP hat als langfristige Strategie im Formularbereich auf Adobe Forms gesetzt und möchte auch unter S/4HANA mit dem neuen Namen â

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R/3 Roadmap

Eine neuere Version der Software mit ĂŒberarbeiteter technischer Architektur wurde 2004 veröffentlicht und in SAP ERP Central Component (ECC) umbenannt. SAP hat den großen Markt fĂŒr GeschĂ€ftsanwendungen dominiert. Die neueste Version des Produkts ist SAP ECC 6.0 Enhancement Pack 8.

SAP ECC ist die Kernkomponente innerhalb der SAP Business Suite (eine Sammlung von Anwendungen wie CRM, SCM und anderen, neben der ECC-Komponente). SAP ECC enthĂ€lt verschiedene, aber integrierte Funktionen innerhalb seiner „Module“, z.B. Finanzmodul, HR-Modul, Lagerverwaltung usw., die alle innerhalb des ECC liegen. Die kombinierte KomplexitĂ€t der Business Suite und die neueren Wettbewerber in der Cloud haben in den letzten Jahren dazu gefĂŒhrt, dass SAP stark in Vereinfachungen und massiv verbesserte Systemreaktionszeiten investiert hat, was in der AnkĂŒndigung der S/4 Simple Suite im Februar 2015 gipfelte. S/4 hat eine Single-Mandant-Architektur und baut auf dem In-Memory-Datenbanktechnologie-Stack (HANA) von SAP auf und wird in einer Auswahl von In-Cloud- und On-Premise-Bereitstellungen erhĂ€ltlich sein. Die klassische dreistufige und datenbankgestĂŒtzte Architektur des R/3 wird durch eine zweistufige Architektur ersetzt.


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