Nachrichtenarten in der Nachrichtensteuerung

Nachrichtenarten in der Nachrichtensteuerung

Im MM- und SD-Bereich ist die Nachrichtensteuerung tief verwurzelt. Sie bestimmt, welche Formulare und Nachrichten wann auf welche Weise erzeugt und an wen geschickt werden. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, welche Möglichkeiten die Nachrichtensteuerung in Bezug auf Nachrichtenarten bietet und auf welche Besonderheiten Sie achten sollten. Dabei ergänze ich die klassischen Methoden mit den neuen Möglichkeiten der Ausgabesteuerung mit BRF+ (Business Rule Framework plus).

Das Wichtigste im Überblick

  • Klassische Nachrichtensteuerung: In SAP MM und SD steuert NACE, welche Nachrichten, Formulare und Ausgabemedien in welchen Geschäftsvorfällen verwendet werden.
  • Nachrichtenarten: Über Nachrichtenarten legen Sie unter anderem Druckprogramme, Formulare, Verarbeitungsroutinen und Konditionszugriffe fest.
  • BRF+: Im S/4HANA Output Management übernimmt BRF+ eine zentrale Rolle bei der regelbasierten Ermittlung von Ausgabeparametern.
  • S/4HANA: In SAP S/4HANA sollten Unternehmen prüfen, ob sie bestehende NAST-Szenarien weiter nutzen oder neue Ausgaben über das moderne Output Management abbilden.

Nachrichtenarten anpassen am Beispiel des Lieferscheins

Um eine Nachricht anzupassen, genügt in der Nachrichtensteuerung ein Aufruf der Übersichtstransaktion “NACE”. In dieser können Sie alle Einstellungen im Rahmen der Nachrichtensteuerung im SAP-MM und SD-Bereich treffen. Auch alle Verweise aus dem Customizing-IMG Pfad der SPRO landen hier.

Nachrichtenarten

Abbildung 1: NACE Einstiegsbild

Die Transaktion ist in 4 Knöpfe zum Springen in die Unterkategorien und eine Liste mit Applikationen aufgeteilt. Um den Lieferscheindruck zu manipulieren, markieren Sie nun den Punkt V2 – Versand in der Liste und klicken auf Nachrichtenarten.

Abbildung 2: Lieferschein auswählen

Abbildung 2: Lieferschein auswählen

Druckprogramm und Formular der Nachrichtenart zuordnen

Verarbeitungsroutinen

Hier ist auch schon der Lieferschein zu finden. Markiert man die Zeile mit dem Eintrag und klickt auf Verarbeitungsroutinen, kommt man direkt ans Ziel:

Abbildung 3: Sicht "Verarbeitungsroutine" ändern

Abbildung 3: Sicht “Verarbeitungsroutine” ändern

In der folgenden Maske können Sie erkennen, dass das Druckprogramm für das Formular RLE_DELNOTE heißt und als Erstes in die Formroutine ENTRY springt. Das Formular als SAP-Script Version heißt RVDELNOTE und als Adobe Forms bzw. Smartforms-Version LE_SHP_DELNOTE.

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Die Formulartechnologie des Formulars hängt vom Druckprogramm ab. Den genauen Formulartyp müssen Sie dann noch in der Spalte “Art” auswählen (Für Smartforms oder Adobe Forms = “PDF”).

Nachrichtenarten ändern

Jetzt kann man noch weitere Einstellungen zu der Nachrichtenart vornehmen, indem man links auf Nachrichtenarten klickt oder in der vorherigen Liste doppelt auf LD00 klickt:

Abbildung 4: Sicht "Nachrichtenarten" ändern

Abbildung 4: Sicht “Nachrichtenarten” ändern

Die wichtigsten Einstellungen befinden sich direkt auf der Startseite der Nachrichtenart; hier können Sie die Zugriffsfolge für die Konditionen angeben und den Konditionszugriff überhaupt erst aktivieren.

Über die Zugriffsfolge legen Sie fest, mit welchen Konditionstabellen Sie im Rahmen der Nachrichtensteuerung auf die Konditionssätze zugreifen, die Reihenfolge dieser Konditionstabellen und mit welchen Feldinhalten Sie diese lesen.

Weitere Einstellmöglichkeiten der Nachrichtenarten

Unter den Reitern finden Sie noch mehrere Einstellmöglichkeiten, z. B. Vorgabewerte, wenn Sie diese Nachricht auswählen, wie Sie sie archivieren und andere Einstellungen zum Verhalten beim Versand per E-Mail.

Mehrfach ist es möglich, wie in obigem Bild z. B. eigene Programme in der Nachrichtenart zu hinterlegen. Im ersten Fall Änderungsnachricht geht es darum, bei Änderungen der Daten zu prüfen, ob Sie eine neue Nachricht anstoßen sollen. Hier können Sie aber auch in der SPRO im Standard viel auswählen. Beachten Sie, dass Sie für Änderungsnachrichten das Kennzeichen Mehrfachversendung müssen, sonst ist erneutes Senden nicht möglich.

Das Programm zur Ersetzung der Textsymbole in der Nachrichtenart erfasst Variablen zum Einbau in E-Mail- oder Fax-Titel. Beispiel: Im Titel der zugehörigen Nachrichtenart steht der Ausdruck “Bestellung Nr. BELNR am SY-DATUM”. BELNR wird durch dieses Programm ermittelt, während SY-DATUM als Systemfeld zur Laufzeit schon bekannt ist.

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Implementierung der Ausgabesteuerung mit BRF+

BRF+ (Business Rule Framework plus) ist ein leistungsfähiges Framework zur Verwaltung von Geschäftsregeln in SAP. Im Kontext von SAP S/4HANA spielt BRF+ vor allem im neuen Output Management eine wichtige Rolle. Dort steuert es regelbasiert, welche Ausgabeparameter für ein Dokument gelten, etwa Empfänger, Ausgabekanal, Formularvorlage oder Versandzeitpunkt.

Wichtig ist die Abgrenzung zur klassischen Nachrichtensteuerung: In NACE arbeiten Sie mit Nachrichtenarten, Konditionstechnik und Verarbeitungsroutinen. Im S/4HANA Output Management pflegen Sie Ausgabeparameter dagegen häufig über Fiori-Apps wie „Output Parameter Determination“. BRF+ bildet dabei die technische Regelbasis im Hintergrund. Unternehmen sollten daher nicht pauschal von einer 1:1-Migration von NACE nach BRF+ ausgehen. Sinnvoller ist eine Prozessanalyse: Welche bestehenden Ausgaben bleiben stabil in NACE? Welche neuen oder modernisierten Ausgaben sollten über das S/4HANA Output Management laufen?

Vergleich zu NACE

Im Vergleich zur klassischen Nachrichtensteuerung über NACE bietet das S/4HANA Output Management eine modernere, stärker regelbasierte Steuerung. Besonders bei neuen S/4HANA-Prozessen kann dieser Ansatz Vorteile bringen, weil Empfänger, Kanäle und Formularvorlagen zentraler gepflegt werden. NACE bleibt jedoch in vielen Bestandsprozessen relevant. Gerade tief integrierte MM- und SD-Szenarien lassen sich nicht immer sinnvoll oder notwendig auf das neue Framework umstellen. Die Entscheidung hängt daher vom jeweiligen Prozess, Systemtyp und Zielbild ab.

Best Practices und Fallbeispiele

Erfolgreiche Implementierungen der Ausgabesteuerung mit BRF+ zeigen, dass SAP-Administratoren die Effizienz der Nachrichtensteuerung dadurch erheblich verbessern. Ein Praxisbeispiel zeigt, wie ein Unternehmen durch den Einsatz von BRF+ die Automatisierung seiner Nachrichtenprozesse optimieren konnte. Durch die flexible Anpassung und Verwaltung von Regeln konnte das SAP-System die Reaktionszeiten verkürzen und die Genauigkeit der versendeten Dokumente erhöhen.

Praxis-Tipp: Nutzen Sie die Simulationsfunktionen von BRF+, um die Performance Ihrer Regeln zu testen und zu optimieren. Strukturieren Sie Ihre Regeln logisch und modular, um die Wartung und Anpassung zu erleichtern. Durch die Verwendung von Unterregeln und Modulen können Sie komplexe Regelwerke effizient verwalten und schnell auf Änderungen reagieren.

Erhalten Sie in dieser eintägigen Schulung eine Einführung in die Nachrichtensteuerung und lernen Sie, wie Sie diese erfolgreich für Ihre Formulare nutzen.

Output Management in S/4HANA

Mit der Einführung von SAP S/4HANA gewinnt das neue Output Management an Bedeutung. In der Cloud-Edition ist es verpflichtend, da es dort das einzige verfügbare Framework für die Dokumentenausgabe ist. In der On-Premises-Variante können Sie selbst entscheiden, ob Sie das neue Framework nutzen oder weiterhin auf die klassische Nachrichtensteuerung oder BRF+ setzen. SAP empfiehlt, bestehende Lösungen beizubehalten, solange sie Ihren Anforderungen genügen.

Dennoch lohnt sich die Einführung des neuen Output Managements, da viele neue Anwendungen in S/4HANA dieses Framework bereits voraussetzen. Außerdem bietet die native Integration von Fiori ein Plus an Benutzerfreundlichkeit. Langfristig sollte man sich daher mit dem neuen Ansatz vertraut machen, auch wenn die klassischen Frameworks aktuell noch unterstützt werden.

Fazit: Nachrichtensteuerung gezielt modernisieren

Die klassische Nachrichtensteuerung über NACE bleibt in vielen MM- und SD-Prozessen relevant. Gleichzeitig gewinnt das S/4HANA Output Management mit BRF+-basierter Regelermittlung weiter an Bedeutung – vor allem bei neuen S/4HANA-Prozessen und Cloud-Szenarien. Entscheidend ist deshalb nicht die Frage „NACE oder BRF+?“, sondern: Welche Ausgabestrategie passt zu Ihrem System, Ihren Prozessen und Ihrer Roadmap? Wer bestehende Nachrichtenarten sauber bewertet und neue Anforderungen gezielt im modernen Output Management abbildet, reduziert Komplexität und schafft eine zukunftsfähige Grundlage für Formular- und Nachrichtenprozesse.

Sie möchten Ihre Nachrichtensteuerung oder Ihr S/4HANA Output Management prüfen? Dann unterstützen wir Sie gerne bei Analyse, Zielbild, Customizing und Umsetzung. Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Expertengespräch.

Dieser Artikel wurde bereits im März 2015 veröffentlicht und am 29. Mai 2026 mit leichten Anpassungen aktualisiert.

Weitere Informationen

FAQ

Was ist die Nachrichtensteuerung in SAP?

Die Nachrichtensteuerung legt fest, welche Nachrichten, Formulare oder Dokumente in SAP erzeugt und ausgegeben werden. Dazu gehören zum Beispiel Lieferscheine, Bestellungen, Rechnungen oder E-Mails. In klassischen MM- und SD-Prozessen erfolgt die Pflege häufig über NACE.

Was sind Nachrichtenarten in SAP?

Nachrichtenarten definieren, welche Ausgabe in einem bestimmten Geschäftsprozess erzeugt wird. Sie steuern unter anderem Druckprogramm, Formular, Verarbeitungsroutine, Ausgabemedium und Konditionszugriff. Ein Beispiel ist die Nachrichtenart für den Lieferscheindruck.

Welche Rolle spielt BRF+ im S/4HANA Output Management?

BRF+ dient im S/4HANA Output Management als Regelbasis für die Ausgabeparameter. Damit lassen sich zum Beispiel Empfänger, Versandkanal, Formularvorlage oder Versandzeitpunkt regelbasiert ermitteln. BRF+ ersetzt NACE jedoch nicht automatisch in jedem bestehenden Prozess.

Ist NACE in SAP S/4HANA noch relevant?

Ja, NACE kann in vielen Bestandsprozessen weiterhin relevant sein, besonders in klassischen MM- und SD-Szenarien. Unternehmen sollten jedoch prüfen, welche Ausgaben sie langfristig über das moderne S/4HANA Output Management abbilden möchten.

Wann lohnt sich der Umstieg auf S/4HANA Output Management?

Der Umstieg lohnt sich vor allem bei neuen S/4HANA-Prozessen, Cloud-Szenarien oder wenn Unternehmen ihre Ausgabeprozesse stärker regelbasiert, Fiori-nah und zukunftssicher steuern möchten. Bestehende funktionierende NACE-Szenarien müssen aber nicht zwingend sofort ersetzt werden.

Alex Wiefel

Alex Wiefel

Als Management & Technologieberater im Bereich Formulare, Archivierung und E-Rechnung verbinde ich tiefgehende fachliche Expertise mit langjährigem Projektleitungs-Know-How. Diese Kombination liefert mir die Grundlage, meine Kunden-Projekte zum Erfolg zu führen. Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre Formularlandschaft auf den neusten Stand zu bringen, Daten konform zu archivieren sowie Rechnungen zu digitalisieren.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!




23 Kommentare zu "Nachrichtenarten in der Nachrichtensteuerung"

Hallo Herr Wiefel,

ich danke Ihnen für die ausführliche Beschreibung.
Ich habe aber ein Problem bei dem Sie mir vielleicht helfen können. Und zwar:

unsere Firma hat 2 Standorte mit 2 verschiedenen Druckern.
Standort 1 benutzt einen Lieferschein Formular was in NACE unter V2 Appl als ZHR Nachrichtenart abgebildet ist. Dort ist natürlich nun auch ein Printprogramm und ein SapScript Formular enthalten. Laeuft alles gut und super. Bis dahin das nun auch der neue Standort 2 dieses Formular benutzen möchte, aber wegen einem anderen Drucker den gleichen Lieferschein mit verschiebungen ausdruckt.
Ich habe mir als erstes gedacht das ich im printprogramm auf bestimmte konditionen selektieren und ggf. einen zweiten kopierten sapscript formular ansteuern kann so dass ich dieses zweite anpassen kann. Aber das waere nun nicht so schön.

Da in NACE unter der Nachrichtenart bis zu 5 programme und formulare angegeben werden können möchte ich auch dieses nutzen aber ich weis leider nicht wo ich jetzt die selben konditionen abfragen kann um zu bestimmen zu können ob nun programm 1 + formular 1 oder programm 2 + formular 2 laufen soll.

Wird dies über eine konditionstabelle gepflegt wie z.B. der versandstelle und wenn ja wie ? Denn auf die Frage wie habe ichh leider vergeblich nichts gefunden oder ich suche mit falschen wörtern bei google.

Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir behilflich sein können.

Viele Grüße
Yasar

Antworten

Hallo Herr Yasar,

Ihr Problem scheint tiefer zu liegen, eine Verschiebung im SAPScript Formular lässt normalerweise auf einen noch nicht korrekt Konfigurierten Drucker schließen. Hier ist aus unserer Erfahrung auch gerne mal eine Abstimmung mit dem Hersteller des Druckers nötig, um an den richtigen Treiber zu kommen.
Zu Ihren Fragen: Die 5 weiteren Programme in der Nachrichtenart werden nacheinander aufgerufen, so dass Sie mit einer Nachricht gleich mehrere Formulare aneinanderreihen können. Das kommt für Sie also meiner Meinung nach nicht in Frage.
Einen anderen Drucker können Sie entweder mit einem Doppelklick auf die Nachrichtenart hinterlegen oder auch etwas tiefer auf der Konditionsebene unter dem Button „Kommunikation“. Letzteres würde ich Ihnen empfehlen, da Sie dann konditionsgesteuert z.B. über die VkOrg oder ein anderes Hierarchieelement der Vertriebsstruktur den Druck steuern können.
Ich hoffe damit konnte Ich Ihnen schon ein Stückchen weiterhelfen, gerne unterstützen wir Sie auch in Ihrem Projekt.
Viele Grüße,
Alex Wiefel

Antworten

Guten Abend,
wie können NACE Änderungen transportiert werden?

Gruß,
Marina

Antworten

Hallo Marina,
alle NACE Änderungen außer den Konditionen werden per Customizing transportiert. Hier wird direkt bei einer Änderung nach dem Auftrag gefragt.
Die Konditionen zählen zu den Stammdaten, diese müssen in jedem System neu angelegt werden. Das können Sie aber per LSMW und Batch Input automatisieren.
Viele Grüße,
Alex Wiefel

Antworten

Hallo Herr Wiefel,
ich bin durch Zufall auf diesen Beitrag gestoßen, da ich ein Problem mit der Ausgabesteuerung in unserem System habe.
Die Einträge sind bei uns in der TA NACE alle so gemacht, wie Sie das beschrieben haben.
Wenn ich in der TA VF02 eine Faktura (RD00) ausgeben möchte, ist der Menüpunkt Faktura-> Ausgeben immer ausgegraut.
Wenn ich über Springen -> Kopf -> Nachrichten gehe, bekomme ich das Formular zwar über den Button “PDF” angezeigt, bei der Ausgabe über das Druckersymbol erscheint aber immer eine Meldung: “Es wurde kein Ausgabegerät eingerichtet”, obwohl in der SPAD ein Drucker eingerichtet ist.
Haben Sie eine Idee, woran das liegen könnte ?

Vielen Dank schon mal für die Hilfe
Rüdiger

Antworten

Hallo Rüdiger,

also die ausgegraute Ausgabe kenne ich, aus irgendeinem Grund ist es nicht möglich den Punkt anzuwählen, wenn man bereits in dem Übersichtsbild der Rechnung ist. D.h. es geht nur, wenn die Transaktion VF02 noch in der Selektionsmaske steht und die Rechnungsnummer eingegeben werden kann. Hier die Nummer eintragen und dann den von dir beschriebenen Weg gehen.

Zum Thema Ausgabegerät: Hier müsste auch ein Drucker in dem Nachrichtenvorschlag eingetragen werden, bitte schaue mal unter Springen, Kopf, Nachrichten – Nachricht markieren und dann auf den Button “Kommunikationsmittel” ob dort ein Drucker hinterlegt ist. Dieser kommt entweder direkt aus der Nachrichtensteuerung mit oder deinem Benutzerstamm (Transaktion SU3).

Ich hoffe das hilft über die Entfernung und auf die Schnelle, sollten tiefgreifendere Probleme auftreten unterstützen wir gerne!

Viele Grüße
Alex

Antworten

Hallo Alex,
vielen Dank für die schnelle Info. Leider gibt es aber bei mir in er VF02 keinen Button “Kommunikationsmittel”. Ich denke mal, da fehlt noch was grundlegendes in den Einstellungen der Ausgabesteuerung.
ich werde mal weiter forschen.
Vielen Dank und Gruß
Rüdiger

Antworten

Hallo,
vielen Dank für Erläuterung, werde mir die Thematik jetzt auch mal etwas genauer anschaun. Nur mal vorab ne Einschätzung… bei uns besteht die Anforderung, dass bei Änderungen automatisch keine neue Nachricht mehr generiert wird. Speziell gehts bei uns nur um die Nachrichtensteuerung der Bestellungen.
Lt. IT ist für eine solche Customizing-Anpassung ein Arbeitsaufwand von 2-3Manntagen notwendig. Ist so ne Einschätzung wirklich realistisch? Schöne Grüße Bernd

Antworten

Hallo Bernd,

also was alles zu dieser Schätzung gehört kann ich natürlich nicht sagen, der Test und die Doku wird ja meist mitgerechnet. Auch der Abstimmungsaufwand, z.b. wie das genau laufen soll wenn die Bestellung erneut Versand werden soll, fällt hier rein. In Summe landet man da schnell bei mehr Aufwand als zuerst ersichtlich, da wäre es natürlich schön das transparent aufgeschlüsselt zu bekommen.
Ich hoffe das hilft schon, gerne unterstütze ich natürlich falls es weitere fragen gibt.

Viele Grüße, Alex

Antworten

Hallo Alex,
vielen Dank für die Antwort. Mir gings da nur drum mal ne unabhängige Meinung eines Profis zu erfahren, da man da bei uns so einiges hört, was sich dann ganz anders darstellt und dadurch die ein oder andere Anforderung geblockt wird. Hatte halt die Hoffnung, dass dies eigentlich ganz einfach gecustomized werden kann. Was solls, werd ich mich halt selber mal mit der Thematik beschäftigen, hab ja hier nen super Einstieg 🙂
Viele lieben Dank nochmals, echt ne super Erklärung. Gruß Bernd

Antworten

Hallo Alex,
wir haben ein Problem mit der Ausgabesteuerung.
Bei jeder Änderung an einer Bestellung wird bei uns der automatische Druck ausgelöst. Unter Nachrichten “Angaben zur Druckausgabe” ist immer die Voreinstellung “Sofort ausgeben“ markiert. Wie kann man diese Voreinstellung ändern?
Mit freundlichen Grüßen
Thomas

Antworten

Hallo Alex,

ich bin auf der Suche nach einer Möglichkeit die Nachrichtenart entsprechend der MM-Bewegungsart zu steuern.

Hintergrund:
Wir haben uns die Nachrichtenart WE01 aus der Bestandsführung ME in eine neue Nachrichtenart ZW01 kopiert.
Diese hat derzeit die Zugriffsfolge 0003 und den Haken bei Konditionszugriff gesetzt.
In der Kondition haben wir nur analog zum MIGO-Vorgang Wareneingang bzw. Warenausgang – Sonstige, in dem Fall in der Konditionstabelle, entsprechend WA, die Verbindung geschaffen.

Nun soll diese Einstellung aber nur für 2 Bewegungsarten gezogen werden ohne dabei die Standardeinstellungen der anderen Bewegungsarten zu verändern.

Wie müssten wir hier weiter vorgehen im eine detaillierte Einstellung zur Nachrichtenart vornehmen zu können? – Ich denke,dass uns nicht mehr viel fehlt um das entsprechend abbilden zu können.

Besten Dank im Voraus!

Antworten

Hallo David,
das ist ein klassischer Fall für die Neuanlage einer neuen Zugriffsfolge. Also eine kurze Prüfung in meinem System hat ergeben, dass es keine bestehende Zugriffsfolge gibt, die das Feld Bewegungsart enthält. Ein Blick in den Feldkatalog (NACE -> ME markieren -> Bearbeiten -> Feldkatalog ) in meinem System verrät, dass dieses Feld BWART existiert. Dieses Feld kann also bei der Neuanlage einer Konditionstabelle zugewiesen werden. Wäre es nicht da, müsstest du die KOMKBME um ein Appendfeld erweitern + die Befüllung dieses Feldes sicherstellen in entsprechendes User-Exits, da wird es also komplizierter.

Der nächste Schritt wäre die Anlage einer Konditionstabelle (NACE -> ME markieren -> Bearbeiten -> Konditionstabellen -> Kondition -> Anlegen ). Die neue Konditionstabelle sollte alle wichtigen Schlüsselfelder enthalten (min. BWART) um die Findung einzugrenzen, also muss evtl. noch ein Werk o.ä. mit rein je nach eurer Anforderung.
Danach muss die Konditionstabelle generiert werden.

Für die Zugriffsfolge dann einfach in der NACE den entsprechenden Button drücken und über “Neue Einträge” eine Neue definieren. Die neue Konditionstabelle kommt dabei als erstes rein.
Diese Zugriffsfolge muss dann auch die Tabelle aus der Zugriffsfolge 0003 enthalten, damit die anderen Konditionen berücksichtigt werden. Wenn diese unter dem neuangelegten Konditionszugriff definiert wird greifen die Konditionen automatisch sofern die Bewegungsarten nicht getroffen werden in der Findung.

Das mal soweit in Kurzform, bei Fragen helfe ich gerne weiter, das Thema ist ja leider nicht einfach gelöst 🙂

Viele Grüße
Alex

Antworten

Guten Tag! 🙂 Könnten Sie mir bitte helfen..ich versuche diese Information zu finden, aber erfolglos..wo findet man in SAP die Information über das Herstelljahr, die später auf einem Lieferschein zu sehen ist ?

Antworten

Hallo!

das passt zwar nicht zu Nachrichtenarten der Nachrichtensteuerung :), aber das Herstellungsdatum bekommt man meist bei der Nutzung von Chargen in der MCH1 oder MCHA Tabelle im Feld HSDAT. Hoffe das hilft weiter!

Viele Grüße
Alex Wiefel

Antworten

Hallo Herr Wiefel,

ich möchte eine Liefernachricht einen Tag vor dem geplanten Warenausgangsdatum um 14 Uhr ausgeben. Hierzu habe ich mir das Programm ZZ_NAST_OUTPUT_TIME angelegt um über Nachrichtenausgabe mit Versandzeitpunkt 2 zu arbeiten. Wie kann ich das WA Datum auslesen?

Antworten

Hallo Britta,
das ist auf jeden Fall schon ein richiger Weg dann mit dem Zeitpunkt 2 zu arbeiten. Das Programm kannst du von dem Report RSFNDTIM ableiten, dort wird auch mit der XNAST Struktur gearbeitet. Konkret heißt das also, dass du in XNAST-OBJKY die Lieferungsnummer findest (bei Kopfnachrichten), und damit in die LIKP selektieren kannst. Dort findest du das WA Datum im Feld WADAT und kannst dies mit der aktuellen Zeit wie im SAP Beispiel vergleichen um zu prüfen ob die Nachricht ausgegeben werden darf.
Ich hoffe das hilft schon weiter!
Viele Grüße
Alex Wiefel

Antworten

Hallo Herr Wiefel,
wir arbeiten bei der Bestellanlage (R/3) mit unterschiedlichen Nachrichtenarten, die auch über unterschiedliche Schlüsselkombinationen in der MN04 (Tabelle NACH) gepflegt sind und bei Bestellanlage je nach Schlüsselkombination autom. gezogen werden.
Nicht benötigte Nachrichtenarten werden im Einzelfall manuell gelöscht – soweit kein Problem.
Einige Bestellungen unterliegen allerdings zusätzlich der Bestellfreigabe.
Wird die Bestellfreigabe nun mit der ME29N durchgeführt, werden wieder die ursprünglichen Abfragen auf die Nachrichtenfindung aktiv.
Kann ich die Findung der Nachrichten so lenken, dass diese grundsätzlich nur bei Bestellanlage aktiv ist und alle Änderungen dann nur mit der ursprünglich zugeordneten weiterverarbeitet werden?
Vielen Dank für Denkanstöße 🙂
Grüße Ira

Antworten
Patrick Steffens - 8. November 2022 | 08:56

Hallo Ira. Eventuell hilft Ihnen der folgende Blogbeitrag da schon weiter: https://mind-forms.de/sap-formulartechnologien/nachrichtensteuerung/nachrichtensteuerung-konditionssaetze-des-sap-standards-erweitern/
Dieser erklärt, wie das Konditionsschema der Nachrichtenfindung unter Berücksichtigung des Freigabekennzeichens angepasst werden kann. Dadurch könnten Sie die Findung einzelner Nachrichten verhindern, wenn das Kennzeichen nicht gesetzt ist. Voraussetzung dafür ist, dass Sie jetzt schon wissen welche Nachrichten das betrifft. Wenn der Sachbearbeiter, der die nicht benötigten Nachrichten löscht, das nach eigenem Ermessen tut, funktioniert diese Strategie leider nicht mehr.

In dem Fall müssten wir uns Ihr Problem nochmal genauer anschauen. Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit uns auf.

Viele Grüße
Patrick Steffens

Antworten
Frank Mittelstädt - 13. Februar 2023 | 13:11

Hallo zusammen, ich habe eine Frage zur Steuerung der Nachrichtenarten. Ist es möglich über eine eigene Tabelle oder Customizing, bestimmte Nachrichtenarten abhängig zur VKO zu hinterlegen?
Beispiel BuKrs 0001 bekommt Nachrichtenart
DR01 und DR02
BuKrs 0002 bekommt Nachrichtenart
DR01, DR04 und DR08?

Gruß Frank Mittelstädt

Antworten

Hallo Herr Mittelstädt,
ja das geht, am Besten würde man dazu eine Zugriffsfolge anlegen bzw. nutzen, die das Feld VKO und/oder Buchungskreis enthält. Damit kann dann in der Konditionspflege unterschieden werden, welche Nachrichtenart ausgegeben wird. Sollten sie zu der konkreten Herausforderung Unterstützung benötigen, helfen wir gerne weiter!
Viele Grüße
Alex Wiefel

Antworten

Hallo Herr Wiefel,
gibt es eine Möglichkeit die Änderungsnachricht in Bestellungen für bestimmte Bestellungen zu erzeugen. Die Änderungsnachrichten sollen aber nicht grundsätzlich erzeugt werden wie im Customizing möglich.

Beispiel: Wir ändern in 10 Bestellungen die Preise.(Massenänderung)
Jetzt wollen wir für diese 10 Bestellungen die Änderungsnachrichten erzeugen.

Es können je Bestellung unterschiedliche Nachrichtenarten sein. (ein PDF zur Ablage, eine Nachricht zur elektronischen Übermittlung EDI, beide müssen wiederholt werden)

Vielen Dank
Barbara

Antworten

Hallo Barbara,

diese Anpassung ist nicht im SAP Standard bzw. per Customizing zu lösen. Zunächst einmal müsste genau definiert werden, woran die Bestellungen erkannt werden, die Änderungsnachrichten bekommen sollen. Dann wäre eine Bedingung der Nachrichtenart bzw. die Routine der Änderungsnachricht im Coding anzupassen. Gerne können wir das Thema genauer analysieren, komm dazu gerne auf mich zu.

Viele Grüße
Alex Wiefel

Antworten

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